Wenn's draußen kühler wird...

Phu, das war knapp... Fast hätte ich nach dem zuschneiden
alles wegschmeißen können. Doch der Reihe nach...

Jumper für die Kuschelzeit

Unsere Kids lieben Jumper. Als Pyjama oder auch einfach zum rumlümmeln an faulen Regensonntagen oder Filmabenden. Und da die gekauften nun zu klein sind, hab ich mich an ein Schnittmuster gemacht, das ich schon länger auf der Platte hatte weil einfach cool: der Romp*ee von Nipnaps. Letztes Jahr hatte ich allen Luck*ees genäht, jetzt sind die Romp*ees dran. 

 

Schnell das Schnittmuster ausgeschnitten und geklebt (mit diesem Trick geht das ratzfatz) und ausgeschnitten. Denn obwohl ich viele Schnittmuster selber zeichne und auch welche herausgebe, mag ich auch gern mal wieder andere Schnitte nähen - am Liebsten natürlich von Schweizer Designerinnen. 
Den Sweat "Jenna" hatte ich schon in verschiedenen Farben bei Kreando eingekauft. Eine Freundin hat mir so sehr von der Qualität vorgeschwärmt, dass ich mich gleich für die ganze Familie damit eingedeckt habe. Unter uns: er fühlt sich einfach großartig an. Schön flauschig, weich und nicht zu dick. Perfekt für einen Lümmel-Jumper.

Der Schock

Noch nichts ahnend lege ich alle Schnittteile auf - ich hab mich für eine Kapuze entschieden) - und schneide zu. An den Ärmeln gebe ich aus Gewohnheit immer ein bisschen Länge dazu. Danach lege ich mir die Teile zurecht um zu sehen, ob alles komplett ist. 

 
Irgendwie kam mir das Ganze ein bisschen klein vor. Jetzt nicht viel zu klein, aber doch zu klein für die Miss. "Mal noch das Kontrollfeld messen", denk ich mir und siehe da: 4,7 statt 5cm. Na Bravo!!! Mein Drucker war auf wundersame Weise auf 93% Skalierung eingestellt. 
 
Wie soll ich das jetzt noch retten?

Die Rettung

Nach kurzem nachmessen stelle ich fest, das die Schrittlänge ok war. Die gewählte 116 wäre in Real vermutlich eher groß geschnitten. Trozdem wäre der Jumper an den Waden und um den Po eher zu schmal und die Ärmel ebenfalls. 

Also schneide ich aus dem dunkleren Stoff 2,5cm breite Streifen aus und nähe sie beidseits ans Rückenteil und an die Achselnaht, ebenfalls hinten. Denn so wird das Armloch um die selbe Breite weiter wie der Körperteil. 
Die Bein- und Ärmelbündchen habe ich ebenfalls um 2,5 cm breiter zugeschnitten. 
Den Kinnschutz habe ich auf die ganze Reissverschlusslänge verlängert, damit sie sich nicht den Bauch einklemmt 😊.
Jetzt nur noch alles gemäß Anleitung zusammennähen und hoffen, dass es trotz allem passt.

Nochmal Glück gehabt

La Miss war mit mir im Atelier und hat nach jeder Naht gefragt, ob sie nun probieren könne. Sie hat aufmerksam zugeschaut und sich alles erklären lassen. Und dann endlich war es soweit. 

Wie ihr ja auf den Bildern schon seht, passt der Romp*ee perfekt. Etwas knapp vielleicht bald im Schritt, aber da werde ich einen Spickel einnähen können, damit er noch etwas länger passt. 
Und was lerne ich daraus? Immer vor dem Drucken die Drucker-Einstellungen prüfen. Spart ne Menge Zeit, Arbeit und Nerven.

Hier siehst du noch ein paar Details mehr.

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