Follow Me - the Blog: Sommer

Wenn's passt - dann passt's

Es ist wieder passiert. Schon öfter habe ich erst nach dem Nähen einiger Stücke festgestellt, dass irgendwie alles zusammenpasst, dass eine richtige Kollektion entstanden ist, ohne dass das ursprünglich so geplant war. So ging es mir auch bei diesem Outfit, bei dem ich eine High-Waist-Plissée-Hose kombiniere mit einem schlichten (Kauf-)Shirt, einem Kurzpulli und meiner neuen Blingbling-Jacke. Doch der Reihe nach...

12 Kleidungsstücke für mich und meine Tochter, die sich wunderbar kombinieren lassen.
12 Kleidungsstücke für mich und meine Tochter, die sich wunderbar kombinieren lassen.

Die Stoffe

Eigentlich fing mal wieder alles an mit der Kollektion von See you at Six, von der ich bei Kreando ja schon regelmässig immer mehrere Meter ordere. Das Warmweiss des Sommersweat mit den Schwänen, ein paar kühle dunklere Blautöne und zartes rosa, das sich wunderbar mit Kupfer verbinden lässt.

 

Dazu kam dann, dass Bettina von Hello Heidi Fabrics in unserer Klara-Gruppe den wunderschönen Plissée präsentierte. Keine Ziehharmonika, kein billiger Glanz. Schöner Satin-Schimmer und leichte, nicht zu strenge Falten. Und das in 4 wunderschönen Farbtönen von grau bis blau. (Inzwischen haben sich in die Palette noch schwarz und burgundy eingefügt.) Klar, dass ich davon auch was bestellen musste nur war mir nicht von Anfang an klar, was ich daraus nähen würde. Ein Maxi-Rock fehlt mir jetzt nicht grad in der Garderobe und erstmal waren sowieso Sommerferien angesagt. Immer ein guter Moment um mal zu reflektieren, was aus Meterware so alles entstehen könnte...

 

Bereits im Juni hatte ich für die Miss aus dem Folien-Stoff von Stoff & Stil eine Blingbling-Jacke (siehe Blogartikel) genäht - die sie in Ermangelung an kühlen Tagen über die Sommerferien zugegebenermassen noch nicht oft tragen konnte, aber die Jackenzeit kommt ja bestimmt bald wieder... Den Folienstoff gab es in 3 Farben und natürlich hatte ich sie alle bestellt, weil das "habenmuss"-Gen einfach durchgeschlagen hatte, ohne dass ich gewusst hätte, was einmal daraus werden würde. Und so war nach der Jacke für die Miss in den anderen Farben natürlich noch genügend Stoff übrig für mich. Was für ein schöner Zufall. 😁 

Der Pulli

Mein persönlicher Favorit für Sweatshirts und Pullis aller Art ist momentan die Señora Nuba. Ich mag den Schnitt, weil er leger ist. Er ist schlicht und doch raffiniert. Mein Geschmack ob mit oder ohne Kapuze schwankt dabei. Und so entstand das eBook Señora Nuba ursprünglich ohne Kapuze. Jene von meinem Schnitt Rag'n'Bone passt aber hervorragend und so habe ich das Kapuzen-Schnittteil für diesen Pulli verwendet. (Das Schnittteil genau so zuschneiden und die vorderen 3cm dann zum Tunnel umlegen und festnähen, danach an den Halsausschnitt nähen.)

 

Eigentlich ist Señora Nuba ein bisschen "Fokuhila" geschnitten. Weil ich aber wie bei meinem Strickpulli (siehe Facebook-Beitrag), im Saum wieder eine Flachkordel einziehen wollte, habe ich das Fokuhila auf die seitliche Länge begradigt. Das ist keine Hexerei. Einfach beim Vorderteil gerade statt im Bogen schneiden und beim Rückenteil den hinteren Bogen bis zur seitlichen Länge nach oben falten und ebenfalls gerade zuschneiden. Für den Tunnel 3cm an Länge zugeben beim Zuschnitt und das war's.

 

Ich habe hier übrigens keine Ösen eingeschlagen um die Flachkordel durchzuziehen bei Kapuze und Saum, sondern auf beiden Seiten jeweils längere Knopflöcher in einer Kontrastfarbe gesetzt. Das ist etwas dezenter als Ösen.

Doppelshooting mit Evelina - AKA "Fräulein Tilia"
Doppelshooting mit Evelina - AKA "Fräulein Tilia"

Die Hose(N)

Wie Sie sehen, sehen Sie doppelt. 😁  Neben mir steht Eveline von Tilia Patterns. Sie ist eine Klara-Freundin von mir und als wir uns beide für Plissée-Hosen entschieden haben, war klar, dass wir uns auch zum Fotoshooting unbedingt treffen müssen. Schliesslich wohnen wir ja gar nicht so weit auseinander. Und es hat tatsächlich geklappt. In der ersten Schulwoche zwischen Kinder zum richtigen Termin zur richtigen Zeit lotsen, Ehemänner rechtzeitig heim beordern und Elternabend am BIZ hatten wir ein perfektes Zeitfenster gefunden. Man muss nur wollen. 😃

 

Genäht haben wir zwar beide eine Hose, aber der Schnitt ist nicht der gleiche. Während ich mich für eine High-Waist-Variante entschieden habe, trägt Eveline ihren Bund auf mittlerer Höhe. Hier sieht man schön, was für ein unterschiedlicher Effekt daraus entstehen kann.

 

Bei meiner Hose habe ich einen Schnitt verwendet, den ich mal für mich für "schnelle Hosen" gezeichnet habe, in einer schmalen-, einer tappered-, einer chill- und einer loosefit-Variante. Die Hose hat seitlich keine Naht, was für die Verarbeitung des Plissées von Vorteil war. Und wie kommt ihr jetzt zu so einem Schnitt? Das ist wahrlich auch keine Hexerei.

  • Man nehme: ein Leggins-Schnittmuster und schneide es genau der seitlichen Mitte nach schnurgerade auseinander.
  • Die beiden Schnittteile legst du nun ca. 10cm voneinander entfernt parallel auf den Stoff.
  • Nun musst du nur noch das Innenbein begradigen. Miss dafür an deinem Knöchel aus, wie weit du die Hose gerne hättest. Dann misst du aus, was deine verbreiterte Leggins unten am Saum nun für ein Mass hat. Die Differenz verteilst du auf beiden Seiten des Schnittes und ziehst die Linie gerade am Innenbein hoch, bis du auf die bestehende Schnittlinie kommst. Leicht angleichen und schon hast du deinen geraden, lockeren Hosenschnitt.
  • Für Highwaist ziehst du die Bundhöhe noch etwas nach oben. Miss dazu vom Kreuz bis zum Bauchnabel die Länge aus. Und zwar schön locker unten durch, wie die Hose dann auch sitzen soll. Dann misst du am Schnittmuster die hintere und vordere Mitte aus und zählst die beiden Masse zusammen. Das Resultat ziehst du von deiner Messung von Kreuz bis Bauchnabel ab und verteilst die Differenz wiederum zu gleichen Teilen auf Vorder- und Rückseite. Von der hinteren zur vorderen Mitte zeichnest du die Schnittlinie parallel zum bestehenden Schnittmuster. 

Eveline erklärt dir in ihrem Blog, welchen Schnitt sie verwendet hat. Es lohnt sich auf jeden Fall bei ihr vorbeizuschauen. Sie ist ebenfalls Schnitt-Designerin und hat schon zwei wirklich tolle und gut erklärte eBooks herausgebracht. Das Shooting mit ihr hat irre Spass gemacht und die paar fragenden Blicke von Passanten haben wir einfach weggelächelt. 😉

Die Blingbling-Nuba

So richtig komplett wird im Herbst ein Outfit ja erst mit der passenden Jacke. Wie oben bereits angetönt, habe ich aus den glänzenden Folienstoffen auch für mich noch eine Blingbling-Jacke genäht. Sie hält morgens auf dem Fahrrad den Wind wunderbar ab und leistet so also bereits jetzt tolle Dienste.

 

Der Schnitt ist hier ebenfalls eine Señora Nuba. Einfach mit geteiltem Vorderteil. Und natürlich Teilungen an Schulter, Vorder- und Rückenteil sowie Ärmeln. Das ist alles "on the go" freestylemässig mit Masstab und Augenmass entstanden. Ich kann eigentlich nur soweit erklären, dass ich den Schnitt original belassen habe, aber vor dem Zuschnitt den Ärmel an den Armausschnitt angelegt und mir die Streifen eingezeichnet habe. Das gleiche natürlich auch an Vorder- und Rückenteil auf Brusthöhe. Achtung, es lohnt sich, die zugeschnittenen Teile kurz mit einem Zeichen zu kennzeichnen, weil man bei so vielen Teilen leicht durcheinander gerät. 

 

Als nächstes habe ich die hellen Ärmelteile an die entsprechenden hellen Armausschnitte von Vorder- und Rückenteil genäht. Danach die Streifen den ganzen Schulter- und Ärmelbereich entlang zusammengenäht, die Nahtzugaben umgeklappt und knappkantig abgesteppt. Das war eine ziemliche Arbeit, aber ich finde, es ist einfach toll geworden.

 

Für das Futter habe ich einen Polyester-Mesh-Stoff verwendet. So einer, der auch gerne bei leichten Sport-Shirts zum Einsatz kommt. Einfach alle Schnittteile mit diesem Stoff nocheinmal zuschneiden und mit dem Aussenstoff verstürzen. Weil der Folienstoff für das Bündchen am Saum eigentlich nicht mehr reichte, musste ich mir etwas einfallen lassen. Ich hatte einfach nicht mehr genug Stoff. Weder für das Schnittteil im Bruch noch einzeln zum zusammennähen. Also habe ich die Innenseite des Bundes mit dem selben Bündchenstoff wie den College-Kragen gemacht. Zusätzlich ein Gummiband eingezogen und in der Mitte gerade abgesteppt, damit dieses sich nicht dreht oder knickt.

Perfekt gegen Fahrtwind bevor der Herbst kommt: die Jacke übers T-Shirt.
Perfekt gegen Fahrtwind bevor der Herbst kommt: die Jacke übers T-Shirt.

Der Herbst kann kommen

Auch wenn der Sommer mit Abstand meine Lieblingsjahreszeit ist, so bin ich nun - mindestens was meine Garderobe betrifft - parat für den Herbst, wie folgende Bilderflut beweist.

 

Und was habt ihr schon so genäht für die kommende Jahreszeit? Postet mir doch den Link in die Kommentare. Ich bin gespannt.

 

Herzlich,

Denise

 

Backlinks: Du für dich am Donnerstag

Freestyle - I love!

Stoffe hat man nie genug, das würde jede Nähsüchtige blind unterschreiben. Ist ja auch OK, schliesslich werden Stoffe nicht schlecht. Nun gut, es gibt auch einige Schrankleichen, die immer tiefer sinken im Stapel, aber die wollen wir jetzt mal links liegen lassen. Es geht hier mehr um gut gehütete Schätze.

 

Was ich aus einer zufällig entdeckten Stoff-Kombi genäht habe, seht ihr hier.

Der Rock

Einst für eine sommerliche Hose für mich gedacht - lagerte der Miner's Stripe Washed Linen bereits seit Monaten in meinem persönlichen Lager. Gekauft hatte ich ihn bei Lillyparis (pssst, da gibt es ihn noch immer...). Irgendwie hatte er es einfach nicht unter die Maschine geschafft. 

Und da wollte ich dieses Jahr wirklich ganz früh dran sein, nicht dass die Leinen-Saison dann vorbei ist, wenn ich endlich mal wieder an meinen Stoff denke.

Also hab' ich ihn hervorgeholt. Und er sprach "Rock" zu mir. Unverschämtheit. Aber was will man machen. ;-) Beim Blättern in einem Modemagazin fiel mir ein Rock mit breitem Volant im Vokuhila-Style auf. Solche Schnitte sind einfach:

  • Hüftumfang + 15-20cm (ich runde da immer grosszügig)
  • Vordere Länge bis zum Knie, 6cm länger zur Seite im Bogen, 5cm ausgestellt.
  • Rückwärtige Länge 12cm länger, 6cm kürzer zur Seite im Bogen, 5cm ausgestellt.
  • Für den Bund 6cm Zugabe, einfassen und umnähen.
  • 30cm Volant 1.5x den unteren Umfang des Rocks.

Die Bluse

Wenn man Stoffe im Regal mehrfach umschichtet, dann kommen sie manchmal neben ganz andere Schätzchen zu liegen. So war es wohl Bestimmung, dass der mit feinem Muster bedruckte Baumwoll-Voile direkt unter dem Leinenstoff versteckt lag und ich die perfekte Kombination erkannte.

 

Mir schwebte zum Rock eine Bluse vor. Aber keine gewöhnliche. Ich hatte da früher mal so eine zum Wickeln. Vorne und Hinten gekreuzt. So sollte sie werden. Tatsächlich fand sich die Wickelbluse noch irgendwo in meinem Schrank und ich konnte das Schnittmuster abnehmen. Es war eine ziemlich aufwändige Näherei, daher wird es den Schnitt vermutlich auch nicht von mir zum Kaufen geben. Ich denke auch, dass das hier für mich ein Einzelstück bleiben wird, obwohl ich die Bluse recht gerne mag. Sie ist irgendwie raffiniert.

Der Cardigan

Daran ist so ziemlich alles gefreestlyled. Als grobe Referenz habe ich mein Basic Cardigan Schnittmuster aufgelegt und mit der Schere zum freien Schnitt angesetzt. :-p Einfach überall ziemlich viel weiter, die Schultern etwas überschnitten, den Armausschnitt viel grösser und das ganze einiges kürzer, dafür statt überlappende Ecken alles schön abgerundet. Die weiten Ärmel hab' ich dann in Fältchen gelegt und mit einem langen Bündchen abgeschlossen. Muss auch nicht alles auf den Millimeter stimmen, ist ja Strick und Oversize. ;-)

 

Woher ich den Strick hatte, weiss ich schlicht nicht mehr. Was ich eigentlich schade finde, denn ich würde das starke Pilling reklamieren. Weich und angenehm ist er schon, aber durch das häufige Tragen sind daran sehr rasch sehr viele Knötchen entstanden. Trotzdem trage ich ihn gerne als Ergänzung zu diesem Outfit.

 

Ich hoffe, ich konnte euch ein bisschen inspirieren. Weiter unten findet ihr noch weitere Bilder.

 

Herzlich,

Denise

 

Backlink: Du für dich am Donnerstag

Blingbling-Style

Der Stoff war einer der letzten, die ich vor den ersten Massnahmen noch in Konstanz abgeholt hatte. Als die Miss einen ersten Blick drauf warf, war sie mässig begeistert. Erst als wir in einem Laden irgendwo eine solche Jacke in Silber gesehen hatten, war sie vollkommen begeistert und wollte unbedingt so ein Teil haben.

 

Wie gut, dass Mama nähen kann. Und Schnittmuster zeichnen. Und anpassen. 

ChamäLeah das ChamäLeon

Eigentlich habe ich - ausser der Freestyle-Teilung - kaum Änderungen an der ChamäLeah-Jacke gemacht. Die zweite Anpassung betrifft die Weite der Jacke. Sie soll ja schön Blouson-artig sein und darum habe ich einfach die Grösse 152 auf die Länge von 134 gekürzt bei Jacke und Ärmeln. Dazu bedarf es noch einer kleinen weiteren Korrektur. Und zwar misst man den Abstand zwischen den Schulterhöhen auf dem Schnittmuster-Bogen (134 bis 152 sind auf dem selben Bogen) und setzt die Halsausschnitt-Linie an der vorderen Mitte um dieses Mass höher. Das war's.

 

Ich habe bei dieser Jacke keine Belege geschnitten, sondern sie voll mit einem Jacquard-Paisley-Futterstoff verfüttert, quasi eine Wendejacke. 

Feines Gewebe mit Folie

Als ich den Katalog von Stoff & Stil studierte, war mir nicht so ganz klar, was ich mir unter "Feines Gewebe mit Champagner Folie" vorstellen sollte. Es sah auf den Beispielen nur einfach wahnsinnig stylish aus. Coole Hosen, ein Rock, Jacken... Was man daraus alles zaubern könnte. 

 

Ab und zu lasse ich mich auch beim online bestellen von Stoff gerne auf Experimente ein. Ich hatte ja keine Ahnung vom Griff dieses Stoffes. War er eher dicker wie Kunstleder oder mehr so wie Ballonseide? Neben der Artikelbezeichnug gab die Grammatur von 69g/Meter da etwas Aufschluss. Das ist schon sehr leicht. Auch auf den Bildern konnte man erkennen, dass das ein ziemlich leichter Stoff sein müsste. Aber leicht und flutschig oder leicht und steif? Würde man den gut vernähen können oder reisst das gleich? Egal, ich bestellte von 3 Farben gleich mal einen Meter, irgendwas würde dann schon draus werden. Ich war also sehr gespannt auf die Lieferung.

 

Oh ja, er ist flutschig. Ganz dünn und seidenleicht. Und er lässt sich recht gut verarbeiten. Natürlich sollte man das Schnittmuster nur auflegen und nicht aufstecken, damit man die Folie nicht durchsticht und bei einigen Arbeitsschritten geht es mit Klammern auch nicht so super. Zum Beispiel war das Aufsteppen der Reissverschlüsse für die Eingriffstaschen ein ziemlicher Balanceakt. Stlylefix war da mein geliebter Helfer. 

Das eBook für alle Fälle

Hier gibt's die eBooks, die so vielseitig sind wie eine Werkzeugkiste.

Na, wie findet ihr die Jacke? Ich hab' nun noch was übrig vom champagnerfarbenen Gewebe plus einen Meter in blau. Ob ich mir daraus eine Jacke für mich nähe? Ja oder nein?

 

Herzlich,
Denise

 

Häschen hüpf!

La Miss findet derzeit den Schnitt "Nuba" von mir als Pulli am coolsten. Aber sie mag ja nicht nur Pullis, sondern auch Kleider. Und so kam mir die Idee, Nuba einfach zum Kleid zu verlängern. Und weil das so einfach ist, habe ich im Bernina-Blog gleich eine einfache Anleitung dazu geschrieben. So lässt sich nämlich nahezu jeder leger sitzende Pullover-Schnitt zu einem Sweat-Kleid verlängern.

Schnittmuster zeichnen - Es ist so einfach

Im Blog-Artikel auf der Bernina-Webseite erkläre ich, wie ihr ein ganz einfaches Rock-Schnittmuster (sogar mit Taschen!) selber zeichnen könnt. Es braucht nur 1x Mass nehmen, der Rest wird einfach abgeleitet.

 

Ich möchte euch damit ermuntern, selbst ein Schnittmuster zu zeichnen. Viele sind zwar experimentierfreudig, wenn's ums Nähen geht, sobald aber Schnittmuster ins Spiel kommen, trauen sich nur wenige, etwas selbst zu zeichnen. Wer meine Tipps für den Rock befolgt, kann aber kaum daneben liegen. Es ist ganz einfach, ich schwör.

See you At six

Mit der Winterkollektion hat See you at Six mal wieder voll ins Schwarze getroffen, was mich betrifft. Ich musste doch gleich wieder einiges an Stoffen ordern. Die Stoffe sind meist relativ schnell ausverkauft. Vom Häschenstoff sind aber noch ein paar Meter verfügbar bei Kreando. Wer das Kleid also gerne nachnähen möchte oder sich wie ich einfach in den Stoff verliebt hat, der muss schnell sein. ;-)

 

Ich freu' mich auf euer Feedback zum Schnittmuster-Tutorial.

 

Herzlich,

Denise

Jahresrückblick 2019 - Ausblick 2020

Ich schaue gern zurück auf 2019. Bin voller Dankbarkeit. Ist es nicht verrückt, was in einem Jahr so alles Platz hat? Unvergessliche Ferien in den Bergen, Schweden und der Toscana mit den Kindern. Unvergessliche Ferien in San Francisco und Las Vegas und in den Bergen ohne die Kinder. Ein Wechsel in die Sportschule, ein Eintritt in die erste Klasse, ein Übertritt in die 5. Klasse. Und dann denke ich wieder, unser Jahr verlief ruhig. Im Vergleich zu Jahren im Freundeskreis mit grossen Höhen und vor allem auch Tiefen verlief unser Jahr in extrem ruhigem Fahrwasser - und dafür bin ich extrem dankbar.

 

Ich bin unter anderem auch dankbar für so viel Nähzeit, die ich mir gönnen kann, dadurch dass ich meine Schnittmuster als eBooks verkaufen kann. Ich bin sehr dankbar für meine kleine Fangemeinde, die Follow Me Design richtig cool findet und es mir ermöglicht, weiterhin kreativ zu sein und immer neue Ideen umzusetzen. Danke, ihr alle da draussen!

Rückblick aus nähtechnischer sicht

Ich habe 2019 etwas weniger genäht als das Jahr zuvor. Aber ich habe auch angefangen viel aufwändiger zu nähen. Die "Mindestanforderung" an ein "schnelles T-Shirt" ist eine Streifenversäuberung im Nacken. Ich vernähe mehr Webware, experimentiere noch mehr mit Schnitten und habe richtig Freude an "slow sewing", also Projekten, die mehrere Tage in Anspruch nehmen können.

 

Und damit meine ich nicht Quilten. Quilten ist nach wie vor eine Kunst, für die ich grösste Bewunderung hege, die an mir aber komplett vorbei geht. Genauso wie das Maschinensticken. Bis auf wenige Ausnahmen bezieht sich meine Nähtätigkeit noch immer auf das Nähen von Kleidung - und das wird sich wohl auch nicht so schnell ändern.

 

Die Collage oben beinhaltet nicht ganz alle meine Näharbeiten von 2019, aber doch die grosse Mehrheit. Durchs Jahr ist dabei auch schön zu erkennen, wann ich ungefähr wie intensiv an einem neuen eBook gearbeitet habe. Denn auch das war 2019 nicht anders als die Jahre davor: ich mach einen Schnitt nur dann, wenn ich selbst davon überzeugt bin und er mir für mich oder meine Kinder besonders gut gefällt.

 

Leider wird das Nähen für die beiden grossen Jungs immer seltener. Vor allem aber das Fotografieren für die beiden. So nähe ich doch noch ab und zu Shirts und Pullis, diese werden aber nur noch selten fotografiert. Es ist auch nichts spektakuläres an einem unifarbenen Pulli, ich will euch dem entsprechend auch nicht langweilen.

 

Allgemein würde ich sagen, dass ich vom nähen einzelner Stücke ins nähen eigentlicher "Kollektionen" übergegangen bin. Dabei bevorzuge ich Stoffkollektionen, die sich untereinander kombinieren lassen und die für Kinder wie Erwachsene geeignet sind. Wer mich kennt weiss allerdings, dass ich sowieso eigentlich quasi nie explizite Kinderstoffe vernäht habe, sondern schon immer eher schlichte Stoffe die uns allen gefallen, bevorzuge. Eine Auswahl dieser "Kollektionen" findet ihr in der Bildergalerie im Anschluss an diesen Artikel.

 

 

Rückblick aus Designer- und Bloggersicht

Ich habe grad mal nachgezählt. Im abgelaufenen Jahr sind von mir 10 neue Schnitte erschienen.

  • Nora Jane Rock
  • Cruz Kids
  • Señora Cruz
  • Peonia
  • Norma Jill Kids
  • Lou Alix
  • Sommer Set Playa
  • Klara und Klärchen
  • Nuba Kids 
  • Señora Nuba

Ganz alleine würde ich das nicht schaffen. Obwohl ich eigentlich als "One Woman Show" agiere, darf ich im Hintergrund auf ein tolles und inspirierendes Stammteam zählen. Danke, ihr Lieben, für euern Support, eure Ideen, Inputs und auch ab und zu einfach mal einen tollen privaten Austausch.

Mit dem entwerfen von Schnitten und dem Nähen alleine ist es allerdings noch nicht getan. Hinzu kommt das Fotografieren und schreiben der Blogartikel. Nicht nur jene hier in meinem Blog, sondern auch auf meinen Accounts in Facebook und Instagram. Das waren 2019 immerhin 28 Artikel auf meinem Blog, 1 Gastbeitrag bei Näh-Connection und 2 Artikel im Bernina-Blog. Hinzu kommen über 160 Bilder mit Beiträgen in Instagram und mehr als 100 Posts auf Facebook die alle mal mehr und mal weniger Reaktionen ausgelöst haben. Ganz zu Schweigen von all den tollen Beispielen, die Probenäherinnen von mir jeweils zur Veröffentlichung der eBooks zeigen und all die Erwähnungen von "Follow Me Design" von interessieren Näherinnen und anderen Bloggerinnen, die meine Schnitte nähen und zeigen. Ich bin so stolz auf all das, was FMD in der Nähwelt auslöst.

 

 

Ausblick 2020

Viele Ideen ergeben sich spontan, einige entwickeln sich über Monate, ganz wenige benötigen mehrere Jahre... Aber für 2020 haben sich in meinem Kopf schon folgende eBooks angekündigt:

  • Schmaler Hans - eine Junghose in kurz und lang
  • SommerSet Playa für Damen
  • Die Hose aus dem SommerSet Playa Kids als schmaler verlaufende normale Hose für Mädchen und Jungs
  • ein Wintermantel für Mädchen und Damen, den es eigentlich fast schon gibt, aber der noch viel Arbeit braucht

Aber auch meine bestehenden Schnitte möchte ich 2020 besonders aufleben lassen. Ich stelle mir monatliche Design-Nähen für ganze Outfits vor. Zum Beispiel SommerSet Playa mit einer ChamäLeah-Jacke. Oder eine ChamäLeah-/ChamäLeon-Eskalation (wer verwendet am meisten Schnittteile? ;-)) Wie wäre es mit einer Norma Jill, kombiniert mit Lou Alix? Merinda kombiniert mit Nuba? ChamäLeon mit Stoker-Cap? Beach-Outfits? Oder oder oder... Der Plan muss noch ein bisschen ausreifen, aber ich denke so in 1-2 Wochen bin ich soweit.

 

In der Zwischenzeit danke ich euch allen für eure Treue zu meinem Label und wünsche euch noch ein paar erholsame Urlaubstage.

 

Happy New Year euch allen!

Denise

 

Das grosse Schwarze

Ich mag's auch mal anliegend, mit Ausschnitt und sexy. Hier geht's aber um Klara. Und Klara ist weit, "boxy", bequem und hat eine trendige Silhouette. Klara ist die grosse Schwester von Klärchen und natürlich hab' ich mir auch ein bewohnbares Kleid genäht. Ein grosses Schwarzes eben.

 

Das war allerdings bereits im Frühjahr. Und die Bilder sind in einer Stadt entstanden die von "kleinen Schwarzen" (oder noch weniger) förmlich überquillt - in Las Vegas.

Klara & Klärchen

Ich bin begeistert, wie gut euch Klara & Klärchen gefällt. Das Echo ist grossartig und mich haben über verschiedene Kanäle bereits von euch genähte Klärchen erreicht. Heute will ich für Klara eine Lanze brechen.

 

Liebe Leserin, mir ist klar, dass dein Mann nicht auf dieses Kleid gewartet hat. Die Reaktion meines Mannes war auch dezent verhalten, wenn ich das so sagen darf. 😂 Aber wisst ihr was? Es gibt Gelegenheiten für jedes Kleidungsstück. Und es darf auch mal so richtig gemütlich sein - besonders wenn's einfach mal grob-modisch sein soll. 

 

Also, liebe Damen, traut euch eine Klara zu. Ihr werdet es nicht bereuen! Den Schnitt gibt es in meinem Shop noch bis am 1.11.2019 zum Einführungspreis. Greift zum Kuschelsweat und probiert's einfach aus! 

 

Herzlich,

Denise

 

Backlinks: Du für dich am Donnerstag, Sewlala

Mit Lou-Alix in den Herbst

* Beitrag enthält Bezugsquellen aber keine Affiliate-Links * Material gekauft * Reise selbst bezahlt *

Ein wenig die Sommerferien nochmal revue-passieren lassen. Sich im Alltagsstress zwischendurch Zeit nehmen und sich zurückfallen lassen in die schönen Erinnerungen an die Sommerferien. Neben der Vorfreude auf die kommenden Herbstferien ist das etwas, was mich den Alltagsstress besser ertragen lässt. Und wie geht euch das?

Ferienfeeling zurückholen

Was man natürlich auch machen kann, um das Ferien-Feeling etwas zurückzuholen: Kleidungsstücke tragen, die man in den Ferien besonders gerne getragen hat. Wie gut, dass ich da meine neuste Lou-Alix auch dabei hatte. Sie wird mich durch die Herbst/Winter-Saison begleiten und mich immer irgendwie auch an Schweden erinnern. An dieses tolle Haus, das wir über Airbnb für eine Woche gemietet hatten. An diesem fast privaten kleinen See mit viel Natur drum herum und einer Aussicht aus dem Wohnzimmer, die man sich einrahmen lassen kann. Dem Haus von Linda und Andreas Kirsebom, die mit ihren Mädels in jener Woche nach Südschweden verreist waren. Dem Haus mit dem wunderbaren Luxus einer verglasten freistehenden Sauna im Garten und ebenfalls direkter Sicht auf den See. Die vielen Fahrten der Kinder mit dem SUP über das Wasser, das Springen auf dem Trampolin, das späte Eindunkeln und das gemütliche Glas Gin oder Wein im Wohnzimmer, wenn die Kinder eingeschlafen waren. Das Schnattern der Enten, das Meer in Gehdistanz, Stockholm in der Nähe.

 

Ich bin ganz ehrlich: genau so würde ich mir mein Ferienhaus wünschen - es steht nur leider nicht zum Verkauf. (Und es fehlt am nötigen Kleingeld, aber man wird ja noch träumen dürfen. 😉) Jedenfalls kann es gut sein, dass wir bei einem nächsten Schweden-Trip wieder bei Linda und Andreas landen. 

Lou Alix aus Handbedrucktem Tencel und Kupfer-Details

Die Heidis von Hello Heidi Fabrics haben - man muss es immer wieder betonen - ein Händchen für aussergewöhnliche Stoffe. Die in Handarbeit bedruckten Tencel-Panels (Grösse 120 (Länge) x 145 (Breite) von Lotte Martens aus Belgien fallen so schön. Für grössere Projekte lassen sie sich mit dem entsprechenden Uni-Stoff ergänzen. Beim Panel "Silva" ist der Druck so platziert, dass es für meine Lou-Alix in Grösse 42 genau gereicht hat.

 

Ich habe jedoch die innere Passe aus einem anderen Stoff zugeschnitten. Der "Grill" Baumwolle-Voile in Kupfer von See you at Six  (übrigens auch aus Belgien - die haben's echt drauf, die Belgier!) war die ideale Ergänzung. Ich habe damit auch den Manschetten-Schlitz am Ärmel eingefasst und mit einem Schrägband daraus den Saum versäubert.

 

Und da ich im Fachgeschäft in der Stadt keine Kupfer-Lurex-Paspel finden konnte und unbedingt nähen wollte, habe ich schlussendlich die Paspel aus einer entsprechenden Flachkordel einfach selbst gemacht. Die feine Kordel für die Paspel einfach einziehen und absteppen, Breite auf NZ zurückschneiden und gut ist. 

 

Ach - und das fu**ing-beste Label aller KATM-Labels musste natürlich auch eingenäht werden. 😜

Details machen den Unterschied

Ich mag's ja eher schnörkellos, das wisst ihr. Das bedeutet aber nicht, dass ich nicht detailverliebt bin. Neben den erwähnten Details oben, habe ich bei dieser Bluse bewusst auch hochwertigere Knöpfe als die bei mir im Vorrat verfügbaren Hemdenknöpfe verwendet. Gekauft habe ich die ganz zierlichen Atelier Brunette Knöpfe bei Kreando (gibt's in verschiedenen Farben) und hier haben sie ihre Bestimmung gefunden.

Nach den Ferien ist Vor den ferien

So planen wir nun - mit den Erinnerungen an einen wunderschönen Urlaub durch Schweden - bereits die Herbstferien. Es wird die Toscana. "Unser" Haus da, braucht ein bisschen Leben und wir noch ein bisschen "Bella Italia".

 

Wer sich für die Stationen unserer Schwedenreise und Tipps und Empfehlungen interessiert, darf sich natürlich gerne bei mir melden. Ich helfe gerne weiter.

 

Backlinks: CreaDienstag, Sewlala, Du für dich am Donnerstag

Ein heimlicher Pyjama...

oder: noch ein Kielo-Overall

* Beitrag enthält Bezugsquellen aber keine Affiliate-Links * Material gekauft *

Da Named Clothing für das Kielo-Wrap-Dress eigentlich dehnbare Stoffe empfiehlt, war irgendwie klar, dass ich mir auch noch eine Jersey-Variante nähen würde. Kurz vor knapp vor dem Urlaub hab' ich das dann auch noch hinbekommen. Und da ich mich ein bisschen in meinen eigenen Patternhack zum Jumpsuit verliebt hatte, wurde es natürlich einer.

 

Der Tragekomfort dieses Kleidungsstückes lässt sich am ehesten mit dem Bild unten beschreiben. Ein Kleidungsstück, das strassentauglich im Alltag getragen werden kann und trotzdem so bequem ist wie ein Pyjama wird im englischen Sprachgebrauch gerne als "Secret Pyjama" also "heimlicher Pyjama" bezeichnet. Klar, dass das Label von Kylie and the Machine (die sind übrigens erhältlich bei Hello Heidi Fabrics) also unbedingt einen Platz brauchte, denn sowas bequemes und doch kleidsames habe ich selten getragen.

Auf reisen...

Kein Wunder also, dass ich den Kielo-Overall während unserer Reise durch Schweden mehrmals gewaschen habe, weil er mir sonst am Körper festgewachsen wäre. 😜 Äusserst komfortabel im Flugzeug, bei langen Autofahrten, beim spontanen Mittagessen im Restaurant nach dem Spaziergang, im Freizeitpark, beim Stadtbummel, bei der Insel-Erkundung... You name it. 

 

Einige finden Overalls vielleicht nicht so praktisch, weil man sich "obenrum" ausziehen muss, wenn man mal für kleine Mädchen. Hab' ich nie als Problem gesehen - sieht einen ja keiner. Trotzdem ist der Ausschnitt für den Komfort natürlich entscheidend. Daher habe ich das bei diesem Modell anders gelöst als bei der eleganten Version aus schwarzem Tencel Linen Slub. Durch den Tropfenausschnitt am Dekolleté, den allgemein etwas weiter gehaltenen Ausschnitt und den dehnbaren Stoff passt der obere Teil über meine Hüfte und schiebt sich einmal komplett runter (mit geschlossenen Bändeln) und wieder hoch. Supereinfach. 

 

Vernäht habe ich übrigens nachtblauen Viscose-Jersey, den ich bei Kreando gekauft hatte. Muss ja im Moment alles in mein "capsule Warnrobe"-Farbschema passen...

von Hinten

Paradoxerweise fühle ich mich in Jerseyhosen "hintenrum" nackter als in einem Jerseykleid, selbst wenn dieses anliegend ist. Kennt ihr das auch? Oder ist das nur einen Eigenart von mir?

 

Weil ich mir nicht sicher war, ob die Weitung des Ausschnitts vorne plus Tropfen genügen würden um den Jumpsuit komfortabel an und ausziehen zu können, habe ich im Rücken auch noch einen Schlitz offen gelassen, der sich mit den verlängerten Einfassstreifen vom Halsausschnitt bequem binden lässt.

Noch eine Änderung

Zudem hat mich Katja aus Finnland in ihrem Blog-Beitrag auf With my Hands Dream noch zu einer Änderung inspiriert. Die Brustabnäher habe ich "aufgelöst" und als drei kleine Fältchen oben in der Schulternaht wieder eingebaut. Das verleiht dieser legeren Variante noch einen Touch mehr "Easyness".

Ich glaube, das war mein letztes Kielo für diesen Sommer. Aber ich bin überzeugt, dass ich diesen Schnitt - ob als Kleid oder Jumpsuit - doch noch das eine oder andere Mal nähen werde. Der vergleichsweise geringe Nähaufwand für ein wirklich tolles Resultat lässt mich den Schnitt nicht vergessen.

 

Backlinks: Creadienstag, Du für dich am Donnerstag, Sew la la

Tencel Linen Slub - was neues für dein Stofflexikon...

... und deinen Kleiderschrank. 

* Beitrag enthält Werbung aber keine Affiliate-Links * Der Stoff für das Designbeispiel wurde mir teilweise zur Verfügung gestellt *

Neuartige Produktionsverfahren führen zu immer neuen Stofffaser-Möglichkeiten und somit zu Stoffen, die es noch vor kurzem gar nicht gab. Die Lyocell-Faser ist so eine. Unter dem Markennamen "Tencel" gibt es sie seit einiger Zeit. Es handelt sich dabei um eine aus nachhaltiger Eukalyptus-Forstwirtschaft gewonnene Naturfaser mit ausgezeichneter Ökobilanz. Das ungiftige Lösungsmittel und andere Rückstände aus dem Produktionsprozess können zu fast 100% recycelt werden.

 

Wichtig zu wissen ist auch, dass Eukalyptus - im Gegensatz zu düngungs- und bewässerungsintensiver Baumwolle - quasi wartungsfrei wächst. Die Eukalyptus-Öle wirken dabei wie ein pflanzeneigenes Schädlingsbekämpfungsmittel und so kommt die Aufforstung von Eukalyptus auch ohne Pestizide aus. Sozusagen von Natur aus Schadstofffrei. 👍

Lyocell in der Verarbeitung ergibt...

Die als Garn verarbeiteten Lyocell-Fasern ergeben ein fliessendes Gewebe mit seidiger Oberfläche. Gepaart mit 20% Leinen - wie in diesem Design-Beispiel verarbeitet - bekommt der Stoff etwas mehr Stand und anschmiegsame Trageeigenschaften. Der Stoff ist atmungsaktiv und nimmt deutlich mehr Feuchtigkeit auf als zum Beispiel Baumwolle.

 

Durch die unregelmässig dicken Garne, die hier verwoben werden - was dem Stoff die Bezeichnung "Slub" einbringt - wirkt die Oberfläche zudem ebenfalls unregelmässig und bekommt einen leichten Used-Look.

 

Da der Leinenanteil bei 20% liegt, knittert der Stoff zwar ein wenig, aber natürlich nicht so stark wie reines Leinen. Zudem legen sich die Falten mit der Zeit auch wieder - Tencel sei Dank.

Patternhack at its Best

Du hast ein kleines Déjà-vu, wenn du meinen Overall anschaust, kommst aber nicht dahinter? Du liegst ein bisschen richtig... Genäht habe ich erneut ein "Kielo Wrap Dings" von Named Clothing. Du erinnerst dich? Hier hast du es schon mal gesehen...

 

Nach der positiven Erfahrung mit dem Kleid kam mir die Idee, dass das Schnittmuster auch als Overall (oder neudeutsch: Jumpsuit) funktionieren müsste. Und da ich wusste, dass dieser Tencel Linen Slub von Meet Milk genau der richtige Stoff dafür sein würde, hab' ich das Projekt asap in die Tat umgesetzt. Hello Heidi Fabrics war so spontan und hat mir für meine Idee einen Teil des Stoffes zur Verfügung gestellt.

 

Die Schnitteile für das Kielo sind relativ übersichtlich. Neben dem Bindeband gibt's da nur das Vorder- und Rückenteil, wobei das Vorderteil im Bruch zugeschnitten wird. Das muss für eine Hose natürlich in zwei Teilen zugeschnitten werden. Da ich aber im Vorderteil keine Naht bis unters Kinn haben wollte, habe ich das Vorderteil kurzerhand bei der Taillen-Linie durchgeschnitten. Diese Naht wird nämlich beim Binden unsichtbar.

 

Danach habe ich mich ans Zeichnen der Hose gemacht und dafür ein Stück Schnittmusterpapier an beide geraden Kanten (Fadenlauf) der Schnittteile geklebt. "Quick und Dirty", wie ich gerne arbeite, habe ich von einer mir passenden Hose den Leib-Bereich auf die Schnittmuster-Kante gelegt und mal "ungefähr" nachgezeichnet, wo der Schritt zu liegen kommen müsste und wie der aussehen sollte. Danach habe ich die totale Länge vom Rückenausschnitt bis zum vorderen Ausschnitt gemessen und mal geprüft, ob das "untendurch" so passt (so 5-7cm mehr sollten es da schon sein - gerade bei Webware). Tat es natürlich nicht auf Anhieb, deshalb hab' ich das noch etwas korrigiert (so, dass auch die Innenbeinlänge stimmte) und als ich mir sicher war, das Schnittmusterteil fertig ausgeschnitten.

 

Meine Beschreibung richtet sich an geübte Näherinnen mit Erfahrung. Anfängerinnen sollten sich für solch umfangreichen Anpassungen von einer Fachperson helfen lassen.

Vorgehen beim Nähen

Da man einen Overall - der zudem aus nicht dehnbarem Stoff genäht ist - nicht wie ein Kleid einfach über den Kopf ziehen kann, habe ich in die hintere Leibnaht einen nahtverdeckten Reissverschluss von 50cm Länge eingenäht. Je nach Technik (da findet Google bestimmt mehrere...) machst du das vor dem Schliessen der Leibnaht oder danach. Ich habe es danach und mit Stylefix gemacht, weil sich so nichts verschiebt und genau klar ist, bis wohin der Reissverschluss verläuft. Diese Methode empfiehlt sich auch, wenn du Stoffe verarbeitest, deren Muster aufeinanderpassen sollte (Stichwort: Streifen). Bei Jersey oder anderen sehr elastischen Stoffen würde ich den Halsausschnitt so anpassen, dass im Rücken und/oder vorne ein kleiner Tropfen genügt um mit dem Becken durch zu kommen um einen Reissverschluss zu vermeiden.

 

Danach die vordere Leibnaht schliessen und absteppen. Dann ans vorher abgetrennte Oberteil (Achtung Nahtzugabe!) nähen. Nun kannst du das Kielo wie in der Beschreibung von Named fertig nähen, einfach zusätzlich noch die innere Beinnaht schliessen. Ich habe die Hosenbeine am Saum beim Zuschnitt spontan noch etwas abgerundet und an den Seiten etwas offen gelassen für einen sommerlichen Effekt.

Wo gibt's den stoff? Und wo den Schnitt?

Du hast Lust bekommen, den Stoff auszuprobieren? Du hast Glück. Die Heidis feiern aktuell eine "Meet Milk Woche" und bieten den Tencel Linen Slub mit 15% Rabatt an. Hier geht's direkt zu den Stoffen: Tencel Linen Slub. Auch alle anderen Meet Milk Stoffe sind 15% reduziert.

 

Der Original Schnitt für das "Kielo Wrap Dress" ist von Named Clothing. Du kannst ihn hier als PDF oder Papierschnitt mit Anleitung in Englisch oder Finnisch bestellen. Es gibt auch lange Ärmel dazu. Die Kappärmel sind von mir.

 

Und jetzt kommt's. Ich war nicht die erste mit der Idee aus dem Kielo einen Overall zu machen. Bei den Recherchen zu diesem Artikel fand ich den Blog von Katja aus Finnland. Sie hat vor ziemlich genau einem Jahr ein Tutorial publiziert, das ich euch nun natürlich nicht vorenthalten möchte. Sie ist ganz ähnlich vorgegangen wie ich, hat den Jumpsuit aber mit einem Viskosejersey genäht. Wer sich also überlegt, auch einen Kielo Wrap Jumpsuit zu nähen, darf sich bei "With my hands dream" gerne zusätzlich informieren.

 

Herzlich,

Denise

 

Backlinks: HOT - Handmade on Tuesday, Creadienstag, TheCreativeLovers,

Blütenblätter-Regen

* Beitrag enthält Werbung *

Für den Sommer setzt Hello Heidi Fabrics erneut auf Blumen. Nach den stilisierten kleinen Flurina-Blümchen der Frühlingskollektion in Jacquard, kommen nun buntere Blumen, Blüten und Blätter auf Jersey in Farbstellungen, die voll den Trend treffen. 

 

Der Schnitt

Ich wollte mal wieder etwas Neues ausprobieren. Eigentlich war mir spontan eine "Suzinka" von Lillestoff eingefallen, aber den Schnitt gibt es nur auf Papier und in der Schweiz ist er derzeit grad vergriffen. Also musste ich mir eine Alternative überlegen und da ich  einigen Bloggerinnen folge - unter ihnen Patricia von The Sewing Lookbook, - sie hatte kürzlich ein Kleid gezeigt, das ähnlich war und Anna aka Elpha Style näht den Schnitt sogar ziemlich oft, galt meine Aufmerksamkeit nun der "Frigga" von Lycklig Design. Die ist vom Prinzip her ähnlich - also: körperbetont und mit Raffung an einer Seite. 

 

Ich glaube, das allererste Mal in meinem Leben ergaben meine Masse eine exakte Punktlandung auf der 42 der Masstabelle. Sollte ich das Kleid wirklich ohne Anpassungen nähen können? Ich glaube nicht, denn ich bin ja grösser als die 1,68 Normgrösse. Also habe ich um 4cm verlängert, den Saum auf die längere Ecke begradigt und - weil Problemzone - die Raffung an der Seite noch um ca. 3cm erweitert. Ich wollte sichergehen, dass mein Bauch in der Falterei untergeht. 😂 Wie das geht? Das zeige ich euch auf dem Bild unten.

Das Schnittmuster grosszügig in regelmässigen Abständen einschneiden und gleichmässig auseinanderfächern.
Das Schnittmuster grosszügig in regelmässigen Abständen einschneiden und gleichmässig auseinanderfächern.

Sitzt passt wackelt...

Ich muss sagen, ich war überrascht. Der Schnitt ist sehr bequem und trägt sich ausserordentlich angenehm. Wem der schräge Saum gefällt, der kann das natürlich gerne so belassen. 

Meine Familie war etwas weniger begeistert als ich. Der Ausschnitt... der war so nah am Hals, wie ein normales T-Shirt. Ich bekam das Prädikat "omahaft" und damit den Anreiz, das noch zu verbessern. Also habe ich den Halsausschnitt um 12cm gegen unten vergrössert und auch noch etwas breiter gemacht. Und zack, war sogar mein Mann begeistert. 😂 Die Kinder dachten gar, ich hätte mir noch ein anderes Kleid genäht. Verrückt, was so eine "kleine" Änderung ausmachen kann. Leider gibt es vom ursprünglichen Ausschnitt keine Bilder, ihr wärt überrascht.

Zurück zu den Stoffen

Mit Anne Bormio (www.annebomio.com) haben die Heidis diesmal eine Illustratorin engagiert, die nach ihren Vorstellungen 2 Designs in 3 Farbstellungen umgesetzt hat. Anne ist halb Dänin, halb Französin, hat einen Schweizer geheiratet und lebt im Tessin. Daher auch der Name der neuen Kollektion "TICINO".

Das Muster, für das ich mich entschieden habe, heisst "Dotties" - die kleinen Punkte erinnern mich an einen Wirbel fallender Blütenblätter. ♥️ Das andere Design mit grösseren Blüten und Blättern heisst "Bouquet". Beide gibt es in den Farbstellungen blue, coral und cream. Man kann die farblich passenden Stoffe gut miteinander kombinieren, jedoch funktionieren sie auch sehr gut für sich alleine, wie mein Beispiel zeigt.

 

Obwohl ich mich tendenziell immer für blau entscheide, fiel's mir diesmal nicht einfach. Cream gefällt mir also auch sehr sehr gut. Nur bin ich so Anfang Saison wohl noch etwas zu bleich für so helle Stoffe. Und welches ist eurer Favorit?

 

Euch gefällt die neue Kollektion? Dann hier entlang: Kollektion TICINO

 

Und natürlich haben die Heidis auch für farblich perfekt abgestimmte Stoffe für ein gesamtes Outfit: Robert Kaufmann Twills

Und wie gefällt euch mein Kleid? Ist doch mal was anderes, oder? Ich trag's jedenfalls sehr gerne.

 

Herzlich,

Denise

 

Backlink: Du für dich am Donnerstag, Lieblingskleider, The Creative Lover

Der Stoff, aus dem der Sommer ist

* Beitrag enthält Werbung *

Wisst ihr was? Als wir Klaras von Hello Heidi Fabrics angefragt wurden, ob wir Design-Beispiele nähen würden aus ihren Robert Kaufmann Bio-Leinen Stoffen, war es für mich das grösste Problem, eine Farbe auszusuchen. Die sind alle so schön! Ich mag diese Mélange-Optik, die dadurch entsteht, dass das Leinengarn schon vor dem Weben eingefärbt wird.

Ich habe mich dann für "Washer Grey" entschieden, weil grau sich mit ganz viel kombinieren lässt. Und jetzt wo die Leinenwoche bei Hello Heidi Fabrics gestartet ist, wart ihr offenbar gleicher Meinung wie ich und habt ihn schon leergekauft, bevor ihr mein Beispiel gesehen habt. :-) Aber ich kann euch versichern, die Farben sind einfach alle toll. Schaut euch also ruhig um.

Mehr zum Stoff

Leinen ist im Sommer ein sehr beliebter Stoff. Schön luftig und angenehm zu tragen. Die Robert Kaufmann Leinenstoffe sind gemischt mit Viskose, was sie weicher und fliessender macht. Sie knittern auch weniger stark. 

Mit 200g/m2 ist der Stoff wunderbar geeignet für Kleidung. Blusen, Hosen, Röcke, Kleider... Schaut euch die tollen Beispiele der anderen Klaras an. Ihr werdet begeistert sein.

Auch wenn Leinen sehr strapazierfähig ist, würde ich den Stoff nur bei 40 Grad und mit Feinwaschmittel ohne Aufheller waschen. So läuft er weniger ein und die Farben bleiben erhalten.

Mehr zum Schnitt

Genäht habe ich für dieses Beispiel eine Lou Alix. Den Schnitt werde ich für euch demnächst auch weiterentwickeln und dann als eBook rausbringen.

 

Die Bluse hat einen schmeichelhaften V-Ausschnitt, Faltendetails an den Schultern und eine Kellerfalte unter der Rückenpasse. In dieser Version habe ich eine Variante mit 3/4-Armeln ausprobiert und noch eine kleine Brusttasche dazugefügt. Bei weicher fliessenden Stoffen, kann man unten ein Gummiband in den Saum ziehen, bei diesem schwereren Stoff fällt es schön, wenn es so leicht ausgestellt ist. Es wird zudem eine langarm und eine kurzarm Version geben.

Mehr zur Leinen-Aktion

Während der Leinen-Woche bei Hello Heidi Fabrics bekommt ihr alle Bio-Leinen von Robert Kaufmann und auch von Birch Fabrics um 20% günstiger. Das ist ein Top-Preis für diese qualitativ hochwertigen Stoffe. Die Aktion gilt bis Sonntag, 12. Mai. Dann ist auch noch genügend Zeit, sich eine wunderbare Sommerbluse zu nähen.

 

Herzlich,

Denise

 

Backlinks: du für dich am Donnerstag, Blusen by Modewerkstatt

Endlich! Norma Jill gibt's auch für Kids!

* Beitrag enthält Bezugsquellen *

Nachdem Norma Jill - die tapered fit Hose für Damen - letztes Jahr bei makerist in ihrer Kategorie zu den Topsellern gehörte, wurde ich immer wieder angefragt, ob ich die Hose nicht auch für Mädchen gradieren könnte. Also habe ich mich hingesetzt und erst mal ein paar Testteile genäht. Einfach "da etwas schmaler und dort etwas kürzer" geht ja nicht. 

Hose mit Style

Wie schon bei der Damen-Version war mir wichtig, dass die Hose nicht aussieht wie eine Jogging-Hose. Das gelingt am besten, wenn man klassische Hosenstoffe verwendet, am inneren Bund und in den Innentasche mit Kontrasten arbeitet und konsequent die Nähte absteppt. Natürlich gelingt die Hose auch aus Sweat-Stoff und wenn man den Bund nicht aus Bündchenstoff näht, sondern aus dem selben Sweat, dann wirkt sie auch dann nicht wie eine Jogginghose - ist aber durch ihren Schnitt trotzdem sehr bequem.

Varianten

Du hast die Möglichkeit, die Hose in den drei klassischen Längen (lang, capri, kurz) zu nähen. Und weil nicht nur wir Frauen, sondern auch alle Kinder verschieden sind, gibt es auch hier zwei Leibhøhen und eine Mischvariante. 

Der Einfachheit halber habe ich diese Version mit Schlupfbund genäht. Aber selbstverständlich ist im eBook auch genau erklärt, wie du einen richtigen Hosenladen mit Reißverschluss nähen kannst. Das ist - zugegebenermaßen - für eine Kinderhose doch ein ziemlicher Aufwand, lohnt sich aber auf jeden Fall - grade auch bei den größeren Größen. 

Für die kleinen Grössen (86-122) habe ich auf den in der Damen-Version enthaltenen Knieabnäher verzichtet. Dieser ist bei den grösseren Grössen jedoch enthalten.

Das Outfit

Die Miss trägt hier ein komplett von mir genähtes Outfit. Die Bluse war ein erster Test mit einem bestickten Batist, den ich kürzlich bei Karstadt entdeckt hatte und fand, dass er einfach wunderbar in meine aktuelle Lieblingsfarbpalette passt. Die Jacke ist eine ChamäLeah mit Jackenerweiterung 4, also College-Kragen und Belegen. Ev. mache ich da mal noch Druckknöpfe dran, bisher ist nur ein Nahtband eingearbeitet, damit dies bei Bedarf möglich wäre. Genäht ist die Jacke aus den Knitty Air von Albstoffe.

 

Die Norma Jill ist aus Bambus-Gabardine, die ich bei Kreando gekauft habe. Sie hat den Vorteil, dass sie knitterfrei ist und auch noch aus Bio-Bambus hergestellt wurde. Der Stoff ist wunderbar angenehm auf der Haut zu tragen.

Einführungsangebot bis 1. mai

Das eBook Norma Jill Kids sowie das Kombi-Angebot der Damen und Kids-Version gibt es bis am 1. Mai zum Einführungspreis. Einfach unten auf das entsprechende Produkt klicken.

 

eBook Norma Jill Kids 86-164
Endlich gibt’s die Hose, die nirgends zwickt und trotzdem chic ist auch für Mädchen. Eine Taper Fit Pant hat einen konischen Schnitt. Sie sitzt locker um die Hüfte und Oberschenkel und verjüngt sich zum Saum. Genau so ist Norma Jill Kids ges ... (mehr lesen)
CHF 9.90
Kombi-eBook Norma Jill Damen & Norma Jill Kids
Endlich gibt’s die Hose, die nirgends zwickt und trotzdem chic ist. Eine Taper Fit Pant hat einen konischen Schnitt. Sie sitzt locker um die Hüfte und Oberschenkel und verjüngt sich zum Saum. Genau so ist Norma Jill geschnitten. Mit i ... (mehr lesen)
CHF 19.80 CHF 15.80

Ich hoffe sehr, die Hose gefällt euch und bin gespannt, wie ihr sie nähen werdet.

 

Herzlich,

Denise

 

Backlinks: Bio-LinkpartyMade for girls

SEÑORA CRUZ - Der Knotenpulli für Damen

Beitrag enthält Bezugsquellen.

 

Schon als ich kurz vor Weihnachten den ersten CRUZ für meine Tochter genäht habe, war für Alexandra von LALEX und mir klar: den Schnitt machen wir auch für Damen. Ich bin ja ein Fan von lockeren Schnitten mit einem gewissen Kniff. Und so entstand - ebenfalls noch vor Weihnachten - der erste Señora-Test. 

 

Varianten

Genau wie die Kids-Version hat SEÑORA CRUZ eine Kapuze, einen Rundhals- oder einen Turtleneck-Abschluss und das Shirt kann lang- oder kurzarm genäht werden. Zudem gibt es eine weite und eine taillierte Variante. Welche du lieber magst, musst du selbst an dir testen. Wenn du mit der weiteren Variante startest, ist es ganz einfach, den Pulli später noch auf die tailliere Version zu verschmälern.

 

Auf den Bildern siehst du die weite Variante mit Kapuze. Genäht aus dem weichen Jacquard "Sinclair" in orange/violett von Albstoffe, kombiniert mit dem violetten "Mini Check" lila/violett und der passenden Kordel - gekauft bei Kreando

 

Lass dich inspirieren

Unser Probenäh-Team haben wir nach der Kids-Version noch um einige Mitglieder erweitert und es sind fast 100 Beispiele entstanden. Lass dich von den vielfältigen SEÑORAs inspirieren. 

Das eBook ist ab heute erhältlichund noch bis am 10. März zum Einführungspreis von CHF 4.90 statt CHF 7.90 zu haben. 

Kombi-eBook "SEÑORA CRUZ" + "CRUZ KIDS"
Der Pulli aus der Feder von LALEX & Follow Me Design im Oversize Style mit überschnittenen Schultern ist mit seinem Knoten am Saum des Vorderteils ein echter Hingucker. Nähen lässt er sich aus weich fallenden Stoffen wie: - Sommerswea ... (mehr lesen)
CHF 19.80 CHF 15.80
Señora Cruz - Knotenpulli 34-48
Der Pulli aus der Feder von LALEX & Follow Me Design im Oversize Style mit überschnittenen Schultern ist mit seinem Knoten am Saum des Vorderteils ein echter Hingucker. Nähen lässt er sich aus weich fallenden Stoffen wie Sommersweat, Viskose ... (mehr lesen)
CHF 9.90

Alexandra und ich freuen uns, wenn SEÑORA CRUZ euch genauso gefällt wie uns und wir freuen uns, wenn du uns auf Instagram verlinkst mit dem Hashtag #fmdcruz. Vielleicht entdecken wir ja bald ein Mutter-Tochter-Outfit. Ich nähe mir auf jeden Fall noch einen als T-Shirt für die wärmere Jahreszeit!

 

Herzlich,

Denise & Alexandra

 

Backlink: After Work Sewing, Sewlala, Du für dich am DonnerstagBio-Linkparty

Nora Jane - der Rock. Ein neues eBook ist da!

*Beitrag enthält Bezugsquellen*

Ich möchte wieder einmal ein bisschen weiter ausholen, wenn ich euch den Rock "Nora Jane" vorstelle. Und zwar bei der Stoffwahl. Denn eines kann ich euch versichern: Mit dem Motiv "Flower Field" hat See you at six mit ihrer neuen Kollektion mitten in mein kreatives Herz getroffen.

 

Ich mag Motiv-Stoffe, bei deren Anblick nicht klar wird, wo der Rapport* anfängt und wo er aufhört. Stoffe, bei denen man auch von Weitem betrachtet keine offensichtliche Wiederholung im Muster erkennt. Dann ist es für mich ein stimmiges Bild. Gerade bei Kleidungsstücken mit grösseren Flächen wirkt ein sich in kurzen oder offensichtlichen Rapporten wiederholendes Muster plötzlich ungewollt komisch. Eine dezente Farbe gewinnt durch die Betrachtung aus der Distanz plötzlich Überhand und löst einen ungewollten Effekt aus.

 

See you at six hat den Stoff in 2 verschiedenen Qualitäten rausgebracht. Einmal als weichen Sommersweat und einmal als Twill-Gabardine in weich fliessender Qualität. Deshalb habe ich mich mit mehreren Metern von "Flower Field" eingedeckt und zwar bei Stoffstories mit dem Twill und bei Lillyparis mit dem Sommersweat. Ich brauche wohl nicht extra zu erwähnen, dass ich da auch noch den Mini-Stripes und den nachtblauen Uni-Kombi Jersey und Sweat geordert habe. 😇 Ich werd' euch also ziemlich eindecken mit dem Anblick von Blumen oder Streifen auf nachtblauem Hintergrund. (Apropos nachtblau: der Stoff wirkt je nach Lichteinfall und Kombinationsfarben mal eher bläulich, mal eher gräulich...)

 

*Rapport = sich wiederholendes, flächenfüllendes Element zur Oberflächengestaltung, das durch Webart, Strickweise, Färben oder Bedrucken erzeugt wird. (Quelle: Wikipedia)

Stoffwahl im Allgemeinen - für Diesen Rock im Speziellen

Die Auswahl des richtigen Stoffes für ein Projekt in Bezug auf Qualität und Farbe, birgt einige Stolperdrähte und ich erlebe im Gespräch mit Anfängerinnen wie Fortgeschrittenen immer wieder, dass man da am meisten falsch machen kann - natürlich neben der Schnittwahl und den entsprechenden Nähkünsten.

 

Wie wähle ich den richtigen Stoff aus? Ich möchte hier einige Tipps geben im Bezug auf die Qualität. Gedanken, die ich mir mache, wenn ich den Stoff wähle für ein Projekt:

  • Was steht in den Stoffempfehlungen des Schnittmusters?
  • Verlangt der Schnitt nach Maschen- oder Webware?
  • Benötigt es für das Gelingen des Projektes einen fliessenden oder eher festeren Stoff?
  • Kann ich mir den Griff (die Qualität des Stoffes, wenn man ihn in die Handfläche drückt) des Stoffes für das Kleidungsstück meiner Wahl vorstellen?
  • Habe ich ein vergleichbares Kleidungsstück im Schrank, das aus ähnlichem Stoff ist wie mein "Wunschkandidat"?
  • Kann ich mir den Stoff als gekauftes Kleidungsstück vorstellen?

Das hilft schon sehr die riesige Auswahl an Stoffen - die einen manchmal schon fast erschlägt - etwas einzugrenzen. Für meinen Rock habe ich bezüglich Stoffempfehlungen noch folgende Gedanken mit dazu eingefasst:

  • Der Rock ist ein alltags Kleidungsstück und sollte einigermassen strapazierfähig sein.
  • Auch wenn der Rock einmal etwas satter sitzt, sollte er beim Sitzen nicht direkt einengen.

Herausgekommen ist nun also folgende Materialempfehlung für Nora Jane (gerne mit einem leichten Elasthan-Anteil). Die Liste ist nicht abschliessend:

  • Gabardine
  • Twill (festere Qualität bevorzugt)
  • Köper oder Kreuzköper (Denim)
  • Feincord oder Cord
  • Fischgrat (Doppelköper)
  • Canvas
  • Chambray
  • Damast
  • Jacquard-Strick (festere Qualität bevorzugt)
  • Satin (festere Qualität bevorzugt)
  • Taft (festere Qualität bevorzugt)

Wenn ich einmal nicht weiss, worin genau der Unterschied zwischen zwei Stoffarten liegt - ist es nur die Bindung oder ist es ein anderes Material - dann informiere ich mich gerne bei einem umfangreichen Lexikon, das ich im Netz gefunden habe. Und zugegeben, die Flower-Field-Gabardine ist vielleicht ein mü zu leicht, trotzdem konnte ich einfach nicht anders. Es ist ja schliesslich nur eine Empfehlung. ☺️

Nora Jane - der Schnitt

Bei Nora Jane handelt es sich um einen locker um die Hüfte sitzenden Schnitt, den du mit 3 verschiedenen Bundhöhen in zwei verschiedenen Längen nähen kannst. (Mein Beispiel hier ist die kurze Variante.)

 

Du hast die Möglichkeit ihn mit Falten am Saum mit Balloneffekt (wie meiner hier) zu nähen oder eben ohne diese Falten in leichter A-Linie.

 

Die Eingriffstaschen an der Seite sowie die Aufnäh- oder Paspeltaschen auf der Rückseite sind optional.

 

Der Bundverschluss ist möglich mit Reissverschluss, Knopfleiste oder sogar als Schlupf-Variante mit Gummi im Bund. Mein Beispiel hat einen eingenähten Reissverschluss.

e-Book ab jetzt erhältlich

Gradiert ist der Schnitt in den Grössen 34-48 wobei er gerade was die Bundweite betrifft, sehr viel Spielraum für Anpassungen an die individuelle Figur lässt. Im eBook ist genau beschrieben, worauf du im Verlauf deines Projektes achten musst und wo du wann noch welche Anpassungen vornehmen kannst. So hast du am Ende ein massgeschneidertes hochwertiges Kleidungsstück in der Hand bzw. um die Hüfte. 😃

 

Das eBook ist ab sofort im Shop oder bei Makerist erhältlich. Bis am 27. Januar noch zum Einführungspreis von CHF 4.90 statt 7.90.

eBook "Nora Jane - der Rock" (34-48)
Nora Jane ist ein Rock, der richtig was her macht. Er ist ausgestattet mit allen Schikanen und einer ausführlichen bebilderten Anleitung, damit du an deinem Kleidungsstück sehr lange Freude hast. Der Schnitt ist zeitlos und bequem und durch ... (mehr lesen)
CHF 9.90

Ich selbst habe sehr grosse Freude an meinen Röcken, die ich bereits nach dem Schnitt genäht habe und freue mich, wenn ihr mir auch eure Exemplare zeigt. Zum Beispiel in meiner DIY-Gruppe auf Facebook: Follow Me Näh- und Plotterfriends oder auf Instagram mit dem Hashtag #fmdnorajane

 

Herzlich,

Denise

 

 

Backlink: sewlala, dufürdichamdonnerstag, AfterWorkSewing, Woman on Fire

STOKER CAP ist da!

Na, hättet ihr damit gerechnet? Eine Schiebermütze? Für Damen? Oder für Herren? Oder gar für Kinder? Ganz einfach: ja, und zwar für alle. :-)

 

Nachdem ich mein "Stammgebiet" schon mit dem entwerfen von Taschen ein bisschen verlassen habe, hab' ich mich nun also an die Kreation einer Schiebermütze gemacht. Wenn dein Mann dich also demnächst mal wieder fragt, wann du denn nun endlich was für ihn nähst, dann nimmst du an seinem Kopfumfang Mass und es kann losgehen. 

 

Stoker ist übrigens englisch und bedeutet "Heizer". Das waren früher die Kohleschieber in Dampflocks und Dampfschiffen. Und Cap heisst logischerweise Kappe. Eine Heizerkappe bzw. Schiebermütze eben. :-)

Was wie wo?

Stoker Cap ist die coole unter den Schiebermützen. Durch ihre Schnittführung wirkt sie cool und lässig. Wie ihr in den Inspirationen sehen könnt, passt sie prima auf Damen-, Herren und Kinderköpfe. 

 

Als Aussenstoffe eignen sich Stoffe wie:

  • Cord
  • Canvas
  • Tweed
  • Softshell
  • Kunstleder
  • Wollwalk
  • Jeans / Denim
  • Köper
  • Steppstoff
  • Leinen 
  • etc.

30cm oder auch Reste genügen. Wie wär's mit der passenden Mütze zur Übergangsjacke? Oder wie meine, aus Jacquard, passend zu einem Rock von mir.

Einführungspreis bis 21. Oktober

Stoker Cap ist bis am 21. Oktober zum Einführungspreis von Fr. 3.90 statt Fr. 5.50 bei mir im Shop oder über Makerist erhältlich.

STOKER CAP - unisex & uniage - KU 49-60
Die Stoker Cap ist eine raffinierte Schiebermütze, die von Kids genau so passt wie uns grossen. Und zwar egal ob männlich oder weiblich. Den Stil der Mütze beeinflusst du mit deiner individuellen Stoffwahl und Farbe. Vielleicht als Begleiter ... (mehr lesen)
CHF 6.90

Und was trage ich dazu?

Die Bluse ist aus einer leichten Viskose, die ich letztes Jahr von unserem USA-Urlaub mit nach Hause gebracht habe. So als Rag'n'Bone-Bluse nach meinem Tutorial, wirkt sie ganz businesstauglich. Ich zeige sie euch demnächst mal in voller Pracht. ;-)

 

Und nun wünsche ich euch viel Freude beim Nähen von Stoker Cap und hoffe ich sehe ganz bald ganz viele davon in meiner Nähgruppe.

 

Herzlich,

Denise

 

Backlinks: sewlala, dufürdichamdonnerstag

Prototyping - Klappe - die 2.

Ihr erinnert euch? Das Kleid habt ihr schon mal gesehen. Naja, genau genommen in Kurzarmversion und mit schmalerem Rockteil. Hier geht's zum Blog-Post vom 12. Juli

 

Ich habe damals einen Namen gesucht für das Kleid, da jener, der mir vorschwebte - nämlich "Marie Thérèse" - bereits als Schnittmuster vorhanden ist. Es gingen wahnsinnig viele tolle Vorschläge ein und ich war erst mal gar nicht in der Lage, die alle zu sortieren. 

 

Abgesehen vom fehlenden Namen, hatte ich euch erzählt, dass ich auch noch eine 2. Version für das Kleid im Kopf habe. Eines mit etwas weiterem Rockteil und langen Blusen-Ärmeln. Nach den Sommerferien habe ich mich an diese Version gemacht und erst mal die Ärmel ausgemessen und gezeichnet. 

Stoffwahl

Mir war auch schon lange klar, welchen Stoff ich verwenden würde - aber ich hatte nicht mehr genügend davon da, besonders nicht für ein weites Rockteil. Da war ich froh, dass ich ihn bei Susanna in der Stoffart in Feuerthalen nochmal gefunden habe. Der weich fallende Nadelstreifen-Jeans-Chambray.

 

Wie ihr ja wisst, mag ich kleine versteckte Geheimnisse. In diesem Fall ist es sogar ein grosses. Das Kleid ist gefüttert mit fuchsiarotem italienischem Viskose-Crêpe von Lillyparis. Ein Traum auf der Haut.

 

Diese beiden wallenden, leicht fallenden Stoffarten ergeben einen wunderbaren Materialmix.

Änderungen zum 1. Kleid

Das 2. Kleid hat neben Blusenärmeln mit Manschetten auch ein weiteres Rockteil. Es hat total 20 cm mehr Umfang. Die zusätzliche Weite habe ich mit einer leichten Kräuselung in der Tallie aufgefangen.

 

Das Futter ist - wenn überhaupt - nur im Sitzen zu erkennen
Das Futter ist - wenn überhaupt - nur im Sitzen zu erkennen
Hier sieht man nur einen schmalen Streifen
Hier sieht man nur einen schmalen Streifen

Und wie heisst es denn nun?

Ich hab mir eure vielen Namenvorschläge zu meinem Facebook-Post in aller Ruhe durchgeschaut und öfter mal gelacht und gestaunt über eure Kreativität. Herzlichen Dank für eure Mitarbeit.

 

Das Kleid heisst:

Florence à Paris

 

Wer den Namen genannt hat und warum ich ihn gewählt habe, lest ihr weiter unten.

 

Aber... es gibt leider ein aber...

Durch die Arbeit am 2. Exemplar und nach langem Überlegen, bin ich zum Schluss gekommen, dass "Florence à Paris" in nächster Zeit kein eBook werden wird. Das Kleid ist sehr aufwändig und erfordert sehr exaktes Arbeiten, gerade an der Knopfleiste mit integriertem Kragen. Entsprechend ausführlich müsste die dazugehörige Anleitung werden.

 

Das alleine wäre noch nicht so problematisch - schliesslich sind alle FMD-eBooks ausführlich und gut bebildert. Aber ich fürchte, dass sich in der Hobby-Nähwelt nicht soooo viele Damen finden würden, die so einen grossen Arbeitsaufwand in einem Probenähen auf sich nehmen wollen würden. Und einmal abgeschlossen, würden sich wohl zu wenig Käuferinnen finden, die für das eBook einen angemessenen Preis zahlen würden um den Aufwand zu decken.

Ich weiss, dass ich damit einige von euch enttäusche. Aber ich hoffe auf euer Verständnis. Was ich machen kann - ist die Rohversion in Grösse 42 jenen versierten Näherinnen zur Verfügung zu stellen, die Lust hätten es auszuprobieren. Wer daran Interesse hat, meldet sich einfach bei mir.

 

Platz im Probenähteam

Der Input für "Florence à Paris" kam von Marzella Sauder. Sie hatte Florence vorgeschlagen. Der Name gefällt mir. Meine Eltern hätten mich fast so genannt. Florence liegt aber in Italien und mit den Zusatz "à Paris" wird sie flugs nach Frankreich importiert. (Schaut mal in ihrem Blog vorbei, sie macht richtig süsse Sachen! MarcyBlue)

 

Herzlichen Dank, Marzella für deine Eingebung. Der Platz in meinen Probenähteams ist dir gewiss, du gehörst ja sogar zu meinem Stammteam. Ich freue mich, wenn du mal wieder Zeit findest bei einem anderen Projekt mitzuwirken. 

 

Allen anderen danke ich natürlich ebenfalls für die zahlreichen Inputs und bin gespannt, ob jemand "Florence à Paris" in 42 für sich - so ganz ohne Anleitung - nähen möchte. 

 

Herzlich,

Denise

 

 

Backling: sewlala, Du für dich am Donnerstag

Prototyping - Blusenkleid/Shirt-Dress - Namenssuche

Alles braucht seine Zeit. Von der Idee zum Prototypen zum fertigen eBook. Das sind unzählige Arbeitsschritte, unendlich viele Überlegungen und Entscheidungen. Langsam drängt eine Idee sich in den Vordergrund und dann... geht es manchmal schnell, weil die Idee entstehen will.

 

Da war dieser weiche Chambray von BIRCH Fabrics, den ich mir schon vor längerer Zeit bei der Eulenmeisterei gekauft hatte, der in meinem Kopf immer wieder zu einem Kleid wurde. Aber ein eher schlichtes. Keine Rüschen, keine Volants. Also hab' ich gezeichnet. Leicht tailliert und nicht zu geschwungen. Locker, aber doch elegant. Und mit einer stylischen Knopfleiste.

 

Die Spannung Steigt

Obwohl ich nach meinen Massen zeichne und ja auch auf Erfahrungswerte zurückgreifen kann, bin ich mir bis zuletzt nie sicher, ob mir das gute Stück dann auch wirklich passt. Das ist so eine freudige Anspannung, die ich beim nähen (auch nach anderen Schnitten) immer wieder geniesse. Es spornt - nein es treibt - mich richtig an. Kennt ihr dieses Kribbeln in den Fingern oder gar im ganzen Körper und es ist euch nicht möglich, die Arbeit wegzulegen, bevor sie fertig ist? Genau so ging es mir mit diesem Kleid.

 

Und dann war da diese Knopfleiste, die ich *grummellllll* 1.5cm zu kurz zugeschnitten hatte (jaja, Saumzugabe, ihr wisst schon...). Aber neu zuschneiden kam nicht in Frage, weil: nicht mehr genug Stoff da. Also habe ich dressiert, gedämpft, gezogen... Und natürlich ging das, aber mir war auch klar, wie das enden würde. Und man sieht es auf den Bildern auch. Diese schräg nach unten verlaufenden Wellen sind kein Design-Element des Schnittes, das ist schlicht mein Fehler 🙈. Aber ich finde, für einen allerersten Prototypen ist das in der Toleranz und ich werde das Kleid trotzdem tragen.

 

Als ich dann zum ersten Mal vor dem Spiegel stand und mir die Bändel im Rücken band und das Kleid genau so fiel, wie ich das im Kopf hatte, war ich richtig glücklich. Maschenware verzeiht einem da viel mehr als Webware und darum war meine Erleichterung dann gross.

 

Varianten

Inzwischen bin ich mir schon am Überlegen, welche Varianten der Schnitt bekommen soll. Da liegt die Schwierigkeit darin, dass ich mich nicht verzettle. Denn da schlagen meine Gedanken auch leicht mal ein paar Saltos...

 

Ich denke da an lange Ärmel im Hemdblusen-Style zum krempeln und einer Rockansatz-Variante mit leichter Kräuselung und eventuell 2 Kleidlängen. Was hättet ihr noch für Ideen?

 

Hier gut zu sehen: Brustabnäher und die schräg verlaufende Teilung. Die Bändel sind genau in der Teilung eingenäht.
Hier gut zu sehen: Brustabnäher und die schräg verlaufende Teilung. Die Bändel sind genau in der Teilung eingenäht.

Gib dem Kind einen Namen

Manchmal haben meine Projekte Arbeitstitel. Manchmal fällt mir auch gleich ein passender Name ein. Auch schon hatte eine gute Freundin von mir die perfekte Eingebung für einen Namen. Manchmal ist der Name, der mir vorschwebt aber leider auch schon vergeben. So war es hier. Und nun suche ich also nach einem Namen für dieses Schätzchen. Wer hat eine Idee? Schreibt einfach in den Kommentaren. Wenn es bei mir Klick macht, dann gibt es für eure Eingebung einen Platz im Probenähteam - versprochen.

 

Ich freue mich auf viele Vorschläge und wünsche euch wundervolle Sommerferien!

 

Herzlich,

Denise

 

 

Backlink: Sewlala, Du für dich am Donnerstag

 

Beach Balloon Damen - der Joker fürs Reisegepäck

Bei mir ist das so: drei Schwangerschaften sind an meinem Körper nicht ohne Spuren geblieben. Versteht mich nicht falsch, mein Körper ist völlig in Ordnung, aber ich bin halt nicht mehr 20. 😜 Ich trau mich durchaus noch im Bikini rum zu laufen, so schlimm ist es (noch) nicht. Aber z.B. in die Strandbar zieh ich mir gern etwas drüber. Das Fegefeuer der Eitelkeiten an unserem Strand-Abschnitt in den Ferien ist jeweils gnadenlos. Silicon Valley vs. Gummiboot trifft es da teilweise am besten.

 

Da steh ich zwar drüber - meterweit - trotzdem finde ich, im Bikini ins Strandrestaurant ist ein no Go. Da ist so ein Beach Balloon super praktisch - luftige Kurvenhülle würd ich mal sagen. 😁
Und wie ist das bei euch so? Würdet ihr gerne das eine oder andere korrigieren lassen? Doch lieber "altern in Würde"? 

Ein Idealer Schnitt für leicht fallende Stoffe

Der Beach Balloon ist keine komplizierte Sache. Der Schnitt wird weit getragen und ein paar Zentimeterechen mehr oder weniger werden einfach vom schön fallenden Stoff umspielt. Es gibt ihn in 2 Weiten. Die kleinere deckt die klassischen Grössen XS-M ab und die grössere L-XXL. Genauere Angaben findest du in der Masstabelle (unten).

 

Mein Modell hier ist aus tiefblauem Crêpe aus 98% Polyester und 2% Elasthan. Er liegt durch seidenkörnigen Griff kaum auf auf der Haut und die Luft kann wunderbar zirkulieren. Sozusagen eine eingebaute Klimaanlage.

 

Im Probenähen sind ganz viele verschiedene Varianten entstanden aus Stoffen wie: Viskose, Voile, Batist, Chambray, Chiffon etc. Hier kannst du dich inspirieren lassen.

 

Ein einblick, der "keiner" ist

Unter meinem Beach Balloon trage ich ein Neckholder-Bikini. Und wie Sie seh'n, seh'n Sie nichts. Das Loch im Rücken ist so konzipiert, dass der Bikini "unsichtbar" bleibt. Funktioniert in meinem Fall übrigens sogar mit dem BH. Raffiniert, nicht?

 

Ebook für Girls und Damen

Das Schnittmuster ist für Kids und Damen erschienen. Die Kinderversion umfasst die Doppelgrössen 86/92-158/164. Das raffinierte Kleid ist der Joker für jeden Reisekoffer für die Sommerferien. Ein prima Last-Minute Projekt für den Urlaub. Einfach schick für den Strand.

 

Du bekommst es hier:

Follow Me Design packt nun auch langsam die Koffer für den Sommerurlaub. Aber es sind schon viele Projekte für nach den Ferien in der Pipeline. Es gibt auch mal was für Männer und es wird "furios". 😉 Ihr dürft also gespannt sein. 

 

In der Zwischenzeit wünsche ich euch weiterhin einen traumhaften Sommer! 

 

Herzlich, 

Denise

 

 

Backlink: Sewlala, Du für dich am Donnerstag

Ölzeug - mein Friesennerz

Zu meinen schönsten Kindheitserinnerungen gehören unsere jährlichen Sommerferien mit unserem Segelboot auf dem Bodensee. Meine Eltern, mein Bruder und ich erkundeten jeden Hafen am schwäbischen Meer. Wir waren bei Wind und Wetter - und ja manchmal auch Sonnenschein - unterwegs. Aber sind wir ehrlich, die Wahrscheinlichkeit dass man während 2 Wochen Segelferien auf dem Bodensee mehr als einmal ordentlich von oben geduscht wird, ist mehr als 50:50.

 

Und während wir in den Anfangsjahren noch mit vollgelaufenen Gummi-Stiefeln und übernässten Regenschirmen zu kämpfen hatten, so wurden wir Jahr für Jahr professioneller. Eine Sprayhut verhinderte, dass das Wasser schon beim Öffnen der Luke eindrang und unter ihr konnte man auch die Gummistiefel im Trockenen halten. Der Gaskocher wurde irgendwann durch ein Elektromodell ersetzt, das auch als Heizung dienen konnte. Und wir hatten Ölzeug. "Wir" gilt hier allerdings nur für meine Eltern. Mein Bruder und ich hatten nach wie vor nur normale Regenjacken. Und ich beneidete meine Eltern um ihr Ölzeug. Denn nur richtiges Ölzeug würde mich zu einer richtigen Matrosin machen, dachte ich.

 

Inzwischen sind viele Jahre ins Land gegangen oder wie man unter Bodenseekindern sagen würde: viel Wasser ist den Rhein runter geflossen. Ölzeug habe ich nie besessen. Aber unser Boot, das haben wir immer noch. Inzwischen gehört es meinem Bruder und mir und er verbringt sogar seine Familienferien ebenfalls auf dem Bodensee.

 

Aber warum erzähle ich euch das eigentlich alles?

Darum

Ich erzähl euch das, weil ich mir kürzlich genau diesen Traum erfüllt habe. Ich habe mir eine Friesenliebe von Leni pepunkt genäht.

 

Unter all den möglichen Schnittmustern für Regen- und Softshell-Jacken fiel meine Wahl auf die Friesensliebe, weil mir der Schnitt nicht übermässig aufwändig erschien. Ich mag zwar lieber Abnehmbare Kapuzen, aber nur, weil dann die Jacke doch noch einen Kragen hat, der sich an meinen Nacken schmiegt und mich vor unangenehmem Zug schützt. Da bietet die Anleitung der Friedensliebe eine tolle Alternative mit einem eingenähten Bündchen, das diese Funktion übernimmt.
Ich habe die Version mit Taschenklappen und Reissverschluss-Übertritt gewählt. Wenn schon, denn schon, hab ich mir gesagt.
Zur Passform kann ich sagen, dass mir die ausgemessene Grösse - die übrigens auch meiner Kaufgrösse entspricht - wunderbar passt. Wie Ölzeug eben sein muss, sind die Ärmel schön weit, so dass man drunterziehen kann, was man gerade möchte. Auch die Weite der Jacke selbst finde ich sehr angenehm. Fahrradfahren ist trotz der Länge noch gut möglich - auch das habe ich getestet.

Dry Oilskin

Schon letztes Jahr hatte ich mir bei Janine von Lillyparis - das Stoffatelier die Muster des Dry Oilskin von Merchant und Mills bestellt. Wobei es mir der gelbe von Anfang an angetan hatte. Denn ein Friesennerz muss einfach gelb sein, da gibt es kein Pardon. Doch noch schob ich mein Projekt auf die lange Bank. Zu viele andere Ideen hatten Priorität.

 

Ich habe Dry Oilskin gewählt, weil der Stoff genau das ist, woraus früher Ölzeug nämlich gemacht wurde: geölte Baumwolle (oder früher eher Leinen). Zugegeben, mein iPhone hat vermutlich die höhere Wassersäule als der Stoff (so genau hab' ich das noch nicht getestet), daher habe ich auch auf das separate Versiegeln der Nähte verzichtet. Aber wenn ich ehrlich bin, möchte ich so lange wie es brauchen würde, bis ich bis auf die Haut nass bin, auch nicht im Regen rumlaufen, ich Susi. Darum und weil der Stoff von der Haptik her einfach total spannend ist, habe ich mich für Dry Oilskin entschieden.

 

Ich hätte jetzt einfach klassisch einen blau/weiss gestreiften Stoff als Futter wählen können. Aber ich wäre nicht ich, wenn da meine Wahl nicht auf etwas Spezielles gefallen wäre. Dieser marineblaue Leinen (55%) / Viskose (45%) Stoff mit den weissen Punkten hab ich mir bei Kreando angelacht. Er hat eine wunderbar weiche Chambray-Qualität und passt hervorragend zum gelb des Dry Oilskin.

 

Was mich geritten hat, als ich die Kupferfarbenen Anorak-Knöpfe ausgewählt habe, weiss ich nicht mehr und anfangs fand ich sie ganz schlimm. Aber mittlerweile hat sich mein Ärger über die "falsche" Wahl schon wieder etwas gelegt. Ich glaube, ich lasse es so.

 

Genäht habe ich die Jacke übrigens mit einer (ok, mehreren...) Jeansnadeln. Der Stoff ist doch recht fest und forderte seinen Tribut.

Bilder im REgen

Bis ich Zeit hatte, die Friesensliebe bei passendem Wetter zu fotografieren, mussten aber einige Tage vergehen. Und geplant waren eigentlich stilechte Bilder auf unserem Boot. Aber was soll ich sagen: am Wochenende waren wir zwar da, aber das Wetter war leider geil 😎.

 

Und so seht ihr hier zum ersten mal meinen neuen privaten Fotohintergrund zu Hause. Unsere Steinwüste im Atrium ist einer grünen Oase gewichen. Im Dauerregen am Mittwoch habe ich die Jacke ein bisschen in Szene gesetzt. Ich hoffe, ihr mögt, was ihr seht. (Und ja: Faltenretouche ist was für Tussis. Mich gibt's nur mit voller Ziehharmonika. 😜)

Du für dich am donnerstag & Sew la la

Da hatte ich mich letzte Woche doch noch darüber beklagt, dass mir RUMS so fehlt. Und schon haben diverse Bloggerinnen sich bei mir gemeldet und mir von "Du für dich am Donnerstag" und "Sew la la" erzählt. Hurra, mein Mittwoch-Nacht Ritual ist gerettet und ich weiss wieder, wo ich unzählige tolle Frauen finde, die trotz DSGVO ihren Blog weiterführen und die Nähwelt mit Inspiration versorgen. Herzlichen Dank für die zahlreichen Hinweise, ihr Lieben.

 

Und nun - so paradox das klingen mag - hoffe ich auf besseres Wetter und wünsche euch einen herrlichen Tag.

 

Herzlich, 

Denise

 

 

Backlink: dufürdichamdonnerstag, sewlalaafterworksewing

Das Polo-Kleid oder: RUMS - du fehlst

Mögt ihr eigentlich Polo-Shirts? Mein Mann trägt die ganz oft, aber genäht hatte ich eigentlich noch nie eines. Irgendwie gab's auf dem Markt auch nie so richtige Polo-Kragen, ich hatte jedenfalls noch nie welche gesehen.

Das änderte sich mit den Cuff-me's von Albstoffe schlagartig. Ich musste das einfach ausprobieren: was passiert, wenn man die einfach durchschneidet und als Kragen verwendet?

Das Experiment

Piqué-Stoff - dieser typische Polo-Stoff ist übrigens gar nicht so einfach zu bekommen. Ich habe diesen hier, in verwaschener Jeansoptik, bei KREANDO.ch gefunden - genau wie das Bündchen auch.

Bevor ich mutig zugeschnitten habe, hab ich natürlich noch einige Exemplare im Schrank meines Mannes unter die Lupe genommen. Die waren auch nicht versäubert und schienen ganz einfach abgeschnitten zu sein.

Also habe ich die Kragenweite bei meinem Kleid ausgemessen, 2cm abgezogen und schnipp-schnapp. ✂️

Polo-Ausschnitt nähen

Jetzt würdet ihr hier bestimmt gerne ein Tutorial lesen, wie man einen solchen Polo-Ausschnitt näht. Aber ich muss euch vertrösten. Ich habe keine Bilder gemacht, als ich genäht habe. 

Das Kleid war als Experiment für mich gedacht. Ich finde, es ist recht gut gelungen. Das fand auch eine Kundin von mir und hat eines bei mir bestellt.

Ihr merkt schon, worauf das hinausläuft, nicht? 😉 Genau, wenn ich dieses Kleid nähe - und dann werde ich den Schnitt auch gleich digitalisieren, fotografiere ich bestimmt mit. 

Ihr seht mich hier übrigens im Mai am Strand in der Toscana. Am Anfang hat das Wetter noch ganz toll mitgespielt. Leider war das nicht die ganze Woche so... Aber wie ihr auf dem letzten Bild in der Galerie sehen könnt, lässt sich das Kleid auch prima mit Leggins, Jeansjacke und Quasten-Schal kombinieren. 

RUMS - du fehlst

Bei mir hat es sich schon so eingespielt, dass ich meine Blog-Beiträge häufig am Mittwoch Abend vorbereite. Immer schön pünktlich zum RUMS. 

Aber RUMS gibt es nicht mehr!

Was für ein Verlust für die Blogger-Welt. Die Linkparty rund ums Weib hat angesichts der neuen DSGVO und aus Angst von daraus resultierenden Konsequenzen und aus Unlust, sich stundenlang mit der Materie zu befassen, statt sich der Kreativität widmen zu können, die Segel gestrichen.

Und so geht es au vielen anderen bloggenden. Unzählige Seiten, die man gerne besucht hat, sind vorerst verschwunden. Man hält sich zurück, wartet die ersten Gerichtsurteile ab. Gerade im EU-Raum herrscht große Unsicherheit.

Trozdem mache ich weiter. Nach bestem Wissen und Gewissen habe ich meine Datenschutzerklärung angepasst - auch wenn die Verordnung für die Schweiz nicht gilt, so gilt sie eben für den EU-Raum und meine Kunden und Leser dort. Die Bilder, die ich verwende sind von mir selbst oder das Model ist mit der Veröffentlichung einverstanden und kann dieses Einverständnis selbstverständlich jederzeit widerrufen.

Ich habe entschieden, dass ich mich nicht pauschal kriminalisieren lasse und denke, dass ich genug gesunden Menschenverstand habe um mit den von mir verarbeiteten Kundendaten sorgsam umzugehen und zähle auf meine Backend-Partner, dass sie die Richtlinien ebenso umsetzen.

Aber wo - sagt mir wo (!) - treffen wir uns denn nun zum regelmäßigen kreativen Stelldichein unter Kreativen? Wo steigt die ultimative Linkparty? 

Ich habe mich inzwischen ein bisschen auf Bloglovin' umgesehen. Gibt's auch als App. Aber ich steig noch nicht ganz durch. Wer von euch ist da auch? Ich würd euch gern da entdecken. Schreibt mir doch.

Kleines Update: wie schön! Katja Nähfrosch hat einen neuen Donnerstags-Linkup ins Leben gerufen. Die Welt ist gerettet. Wir sehen uns bei "du für dich".

Herzlich,
Denise

Norma Jill für den Sommer

Im Februar habt ihr ganz viele Norma Jills in der langen Version gesehen. Aber NJ, wie ich sie liebevoll nenne, gibt's in verschiedenen Längen. Neben lang und ankle gibt's nämlich auch die capri und eine kurze Version. Und die Capri-Länge zeige ich euch heute.

Stoff, Variante, Extras

Ihr werdet kaum glauben, aus was für einem Stoff diese Norma Jill genäht ist. Es ist ein Sommersweat. 🙈 Aber ich finde, es fällt gar nicht auf. Dank des Schnittes fällt die Hose doch nicht wie eine Jogging-Hose aus.

 

Ich habe die Fake-Hosenschlitz-Variante mit vorne tiefem und hinten hohem Bund genäht. Mit Gutschlaufen und Gürtel passt sie auch wunderbar zu Blusen oder Tuniken. 

 

Den Bund habe ich wiederum im Nahtschatten abgesteppt. So sieht man gar nicht, dass er nochmal festgenäht wurde, an der Innenseite ist aber alles schön sauber und wieder mit versteckten Details abgeschlossen.

 

Natürlich kann man die Capri-Länge auch einfach säumen. Ich hab' mir für dieses Modell aber was anderes gewünscht. Wie den Bund oben, habe ich unten auch eine Art Bund angesetzt. Gearbeitet genau wie oben, einfach in der Weite der Hose - und ebenfalls ein Gummiband eingezogen. Ich mag es, wenn die Hose dann so lässig "aufsteht". 

Backlink: RUMS

Das könnte dich auch interessieren

eBook "Norma Jill" Tapered Fit Pant 34-48
Jetzt ist es soweit. Endlich gibt’s die Hose, die nirgends zwickt und trotzdem chic ist. Eine Taper Fit Pant hat einen konischen Schnitt. Sie sitzt locker um die Hüfte und Oberschenkel und verjüngt sich zum Saum. Genau so ist Norma Jill gesc ... (mehr lesen)
CHF 9.90